Arbeiten als internationale Studierende in Deutschland: Minijob, Werkstudent & Teilzeit erklärt

Close-up of a hand signing a legal document with a fountain pen, symbolizing signature and agreement.

Internationale Studierende: Arbeit und Studium in Deutschland klug kombinieren

Ein Vollzeitstudium in Deutschland bedeutet nicht, dass du auf die Möglichkeit verzichten musst, Geld zu verdienen. Viele internationale Studierende schaffen es, Arbeiten in Deutschland erfolgreich mit ihrem Studium zu kombinieren – aber die Wahl des richtigen Arbeitsvertrags ist entscheidend, um legal zu bleiben, Zeit zu sparen und Einkommen zu schützen.

In diesem Guide erklären wir die drei wichtigsten Arbeitsmodelle für Studierende in Deutschland: Minijob, Werkstudent-Vertrag und Teilzeitvertrag. Wir zeigen die Vorteile, Grenzen und wie du das Modell auswählst, das am besten zu deinen Zielen passt.


Deutschland bietet verschiedene legale Arbeitsmöglichkeiten für internationale Studierende. Allerdings beeinflusst jede Vertragsform dein Einkommen, deine Sozialversicherung und deine Studienorganisation.

  • dein monatliches Einkommen und deine jährliche Steuerlast
  • deine Krankenversicherung und Rentenbeiträge
  • deine Studienorganisation und Prüfungszeiten

Mit dem passenden Vertrag sicherst du deine Finanzen, Freizeit und Karriereperspektiven.

👉 Weiterlesen: Arbeiten als internationale Studierende in Deutschland: Tipps für Studium, Job & Karriere


Definition:
Ein Minijob (geringfügige Beschäftigung) erlaubt dir, bis zu 520 € pro Monat zu verdienen – mit minimalen Steuern und Sozialabgaben.

Wichtige Hinweise:

  • Mehrere Minijobs sind möglich, solange dein Gesamteinkommen 520 €/Monat nicht übersteigt.
  • Außerdem muss dein Arbeitgeber dich fragen, ob du dich von Rentenbeiträgen befreien lassen willst.

💡 Tipp: Wenn der Minijob dein einziges Einkommen ist, bleibst du meist unter dem Steuerfreibetrag – dadurch sparst du Papierkram.


Definition:
Der Werkstudent-Vertrag ist für eingeschriebene Vollzeitstudierende, die mehr als 520 €/Monat verdienen, aber ihren Studierendenstatus behalten möchten.

Besteuerung:

  • Keine Einkommensteuer, wenn du unter dem aktuellen Steuerfreibetrag von ca. 12.000 € bleibst
  • Jedoch musst du Rentenbeiträge leisten.

Vorteil:
Werkstudent-Jobs bieten relevante Berufserfahrung. Darüber hinaus erleichtern sie den späteren Übergang in eine Festanstellung.

📌 Weiterführend:


Definition:
Der Teilzeitvertrag entspricht einem regulären Arbeitsvertrag – fast wie bei Vollzeitangestellten.

Nachteile:

  • Höhere Steuern und Abgaben als bei Minijob oder Werkstudent.
  • Fixe Arbeitszeiten können mit Vorlesungen und Prüfungen kollidieren.
  • Wenn du mit einem Studentenvisum von außerhalb der EU kommst, wirst du i.d.R. nicht mehr als 20h/Woche arbeiten dürfen.

💡 Tipp: Frage nach einem Werkstudent-Vertrag, wenn du berechtigt bist – viele Arbeitgeber sind einverstanden, da sie ebenfalls sparen.


✅ Arbeitest du hauptsächlich für zusätzliches Geld oder Berufserfahrung?
✅ Bleibst du unter 20 Stunden pro Woche während des Semesters?
✅ Möchtest du in den Semesterferien mehr arbeiten (falls es dein Visum zulässt)?
✅ Bist du bereit, Steuern und Versicherungen selbst zu managen?

Schnellübersicht:


Das deutsche System für Studierendenjobs ermöglicht dir, Geld zu verdienen, Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig dein Studium im Fokus zu behalten – zusammenfassend gilt: Mit dem passenden Vertrag sicherst du Studium und Karriere.

Starte früh, informiere dich gut und entscheide dich für den Weg, der deine langfristigen akademischen und beruflichen Ziele unterstützt.

(P.S. Falls du keinen Vertrag zu sehen bekommst und Bar auf die Hand bezahlt wirst, bedeutet das normalerweise, dass du schwarzarbeitest. Vermeide diese Situation unbedingt, weil du damit dein Visum und deine Zukunft gefährdest!)



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